Ein Staudenbeet für Blütenpracht in drei Jahreszeiten
Schade, dass die Blütezeit der Stauden immer nur wenige Wochen dauert. Es wäre doch herrlich, wenn man sich fast das ganze Jahr an den schönen Blüten erfreuen könnte. Doch das ist gar kein Problem, wenn man sich bei der Planung ein paar Gedanken macht.
Alles was man benötigt, ist ein sonniger Standort, eine Größe von etwa vier Quadratmetern reicht vollkommen aus, um sich diesen Blütentraum zu erfüllen. Wir zeigen heute, wie man ein Blumenbeet anlegt, in dem Stauden von Mai bis Oktober blühen.
Die Auswahl des optimalen Standortes ist enorm wichtig
Zuerst muss man sich für einen geeigneten Platz entscheiden, dieser sollte auf jeden Fall in der Sonne liegen. Außerdem benötigen die Stauden einen lockeren Boden, der reich an Nährstoffen ist.
Wenn der Standort gefunden ist, dann geht es an die Planung, dazu zeichnet man das Beet erstmal auf ein Blatt Papier, möglichst maßstabsgetreu. Dieses Beet unterteilt man dann grob in drei Bereiche, die den Jahreszeiten Frühling, Sommer und Herbst entsprechen.
Für jeden Bereich sollte man mindestens einen Quadratmeter einplanen, so dass man ausreichend Platz hat, um bis zu drei verschiedene Stauden unterzubringen, die etwa zur gleichen Zeit blühen.
Niedrige Stauden platziert man in kleineren Gruppen
Jetzt geht es an die Auswahl der passenden Pflanzen für die einzelnen Bereiche. Dabei sollte man nicht nur auf die jeweilige Blütezeit achten, sondern auch die Wuchshöhe unbedingt berücksichtigen, damit sich ein harmonisches Gesamtbild ergibt.
Im hinteren Bereich des Beetes platziert man die höheren Prachtstauden, vor allem Pflanzen, die am Anfang der Saison nicht sehr hübsch sind, dazu zählen zum Beispiel der Sonnenhut und die Aster.
Für den vorderen Beetrand bieten sich hingegen Stauden an, die früh austreiben und kompakt wachsen, wie zum Beispiel der Storchschnabel, der auch mit seinem schönen Blattwerk begeistert. Höher wachsende Stauden kann man als Einzelpflanzen wirken lassen, niedrige Sorten wirken besser in kleineren Gruppen.
Für ein Beet mit einer Größe von 1,5 auf 2,5 Meter bieten sich zum Beispiel die folgenden Pflanzen an:
* 3 Stück Hohe Flammenblume (Phlox paniculata) in Rosa mit einer Wuchshöhe von etwa 100 cm
* 3 Stück Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) in kräftigem Rosa mit einer Wuchshöhe von etwa 80 cm
* 1 Stück Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii) in Violett mit einer Wuchshöhe von etwa 100 cm
* 3 Stück Sonnenhut (Rudbeckia fulgida sullivantii) in Gelb mit einer Wuchshöhe von bis zu 80 cm
* 3 Stück Kleines Mädchenauge (Coreopsis lanceolata) in Gelb mit einer Wuchshöhe von etwa 60 cm
* 5 Stück Purpur-Kugellauch (Allium aflatunense) in Violett mit einer Wuchshöhe von etwa 80 cm
* 6 Stück Pracht-Storchschnabel (Geranium magnificum) in Violett mit einer Wuchshöhe von etwa 50 cm
* 3 Stück Himalaya-Wolfsmilch (Euphorbia griffithii) in Orange mit einer Wuchshöhe von etwa 60 cm
Im Frühling verzaubern in diesem Staudenbeet die violetten Blüten des Purpur-Kugellauch, die orangeroten Hochblätter der Himalaya-Wolfsmilch bilden einen tollen Kontrast dazu. Dann gesellen sich im Juni noch die Blüten des Storchschnabels.
Der Höhepunkt der Blütenpracht ist bei diesem Drei-Jahreszeiten-Beet im Juli und August, denn dann blühen der Purpur-Sonnenhut und die Flammenblume. Den ganzen Sommer über zeigt das Kleine Mädchenauge seine prächtigen gelben Blüten, das Violett des Storchschnabels kommt von Juni bis Juli hinzu, anschließend kommt der gelbe Sonnenhut voll zur Geltung.
Den Saisonabschluss der Blütenpracht leiten dann im September die violette Glattblatt-Aster und der gelbe Sonnenhut ein. Wenn man den Pracht-Storchschnabel im Sommer zurück schneidet, dann blüht er ein zweites Mal, hinzu kommt dann noch die Himalaya-Wolfsmilch mit ihrem herrlichen Blattwerk.
Foto: © M. Schuppich – Fotolia.com
Ein Staudenbeet oder sogar ein Staudengarten ist eine über Jahre lohnende Investition. Allerdings verlangt ein gutes Resultat auch eine sehr sorgfältige Vorbereitung, will man wirklich für Jahre Freude daran haben. Man darf nicht vergessen, dass Stauden oft erst nach Jahren ihre volle Wrkung und Größe entfalten. Ich empfehle unbedingt vorher die Bücher oder ein Buch von Karl Foerster zu lesen, nicht nur ein unterhaltender Genuss. Botanisch absolut korrekt gibt es hier viele Hinweise auf die je nach Boden- und Umweltverhältnissen geeigneten Pflanzen. Die Bücher sind vielfach neu aufgelegt worden und daher antiquarisch günstig zu erwerben.
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