Der Haselstrauch: Zier- und Nutzpflanze in einem

Ein Haselstrauch ist eine Zierde für jeden Garten, doch er liefert auch köstliche Nüsse, so dass man gleich mehrfach von dem Strauch profitieren kann. Außerdem ist der Haselstrauch auch sehr robust und pflegeleicht, allerdings benötigt er auch ausreichend Platz.

Der Haselstrauch ist ein optischer Hingucker im Garten © ingwio – Fotolia.com

Die Haselnuss (Corylus avellana) erreicht in unseren Gefilden eine beachtliche Höhe von bis zu fünf Metern, zudem kann er genauso breit werden. Für einen kleinen Garten ist die Pflanze somit sicher nicht die optimale Wahl.

Ausreichend Platz ist wichtig

Wenn man über ein großes Grundstück verfügt, dann kann man den Haselstrauch als lockeren Sichtschutz einsetzen. Hanggärten erhalten eine natürliche Befestigung, denn die Wurzeln verlaufen flach im Boden und verfestigen das Erdreich auf diese Weise.

Die Hasel bevorzugt einen sonnigen oder halbschattigen Platz im Garten, an die Bodenbeschaffenheit stellt sie keine besonderen Ansprüche, es sollte allerdings kein saurer, sumpfiger Untergrund sein. Die Pflanze ist sehr frosthart und viel robuster als alle Obstgehölze, bis minus 40 Grad kann ihr keiner etwas anhaben.

Es gibt verschiedene Sorten, und jede verzaubert auf ihre ganz eigene Art und Weise. So fasziniert die Korkenzieher-Hasel durch ihre verdrehten Äste und wird somit zu einer tollen Zierde im Garten.

Die Blut-Hasel trägt im Sommer dagegen intensiv rote Blätter, ein Zwischending ist die Rotblättrige Korkenzieher-Hasel, die im Frühling sogar rote Kätzchen hervor bringt.

Bei diesen beiden Sorten handelt es sich in erster Linie um Ziersträucher, wer auf eine große Nuss-Ernte aus ist, der sollte sich für die Sorten „Wunder von Bollweiler“ oder „Webbs Preisnuss“ entscheiden. Diese werden zwar nicht so groß, bringen jedoch eine reiche Ernte hervor.

Der Haselnussbohrer kann die Ernte vernichten

Schädlinge, die sich an der Haselnuss vergreifen, sind die Haselnussbohrer. Diese Käfer höhlen die Nüsse regelrecht aus, die Weibchen legen im frühen Sommer Eier in die Früchte, die Larven ernähren sich dann von der Nuss und verlassen sie dann im Spätsommer. Im Mai sollte man deshalb die Sträucher untersuchen und Käfer abschütteln.

Vor allem in einen Naturgarten gehören unbedingt Haselsträucher, denn auch verschiedene Tiere profitieren davon. In dem dichten Geäst finden Vögel ideale Nistplätze, die Nüsse sind auch eine Delikatesse für Mäuse und Eichhörnchen, und die Blüten locken im Frühling Bienen an.

2 Responses to Der Haselstrauch: Zier- und Nutzpflanze in einem

  1. Der Gartenantiquar sagt:

    Die Hasel ist ein wunderbarer heimischer Busch und eine unbedingte Bereicherung für den naturnahen Garten. Sie gehört übrigens zum Schalenobst, auch wenn wir Haselnuss sagen. Sie neigt zum Stockausschlag, das heißt es kommen beim Rückschnitt, der hier und da angezeigt ist, immer neue Trieb aus dem Boden. Da können über die Jahre ganz eindrucksvolle platzgreifende Büsche entstehen. Den Flächenbedarf sollte man berücksichtigen, vielleicht sogar bewusst als Sichtschutz einplanen.
    Aber Achtung: die Hasel gehört zu den hochallergenen Pflanzen und ist im Frühjahr eine echte Qual für die meisten Menschen mit Heuschnupfen! Daher am besten auch vorher bei den Nachbarn fragen, ansonsten kann es zu unangenehmen Reaktionen oder zu Dauerstreit kommen. Im Zweifel hilft es, sich in geeigneten Gartenbüchern über Sorten oder Hybriden zu informieren, die für die jeweilige Klimazone unbedenklich oder zumindest weniger belastend sind.

  2. Kathrin sagt:

    Vielen Dank für diesen hilfreichen Kommentar 🙂

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